In der aktuellen Ausgabe der Jungle World stellt die aus Ludwigslust kommende ehemalige PDS-Bundestagsabgeordnete Angela Marquardt einige längst überfällige Dinge zum Thema Mauerfall klar. Weniger gehaltvoll, dafür aber ungleich amüsanter ist der Beitrag von Georg Fülberth, welcher in der selben Ausgabe die ewig gleiche Geschichte vom DDR-Facharbeiter erzählt, mit der schon die Funktionäre der SED und DKP vierzig Jahre lang hausieren gegangen sind.
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Da wir jetzt keine Mauerbedingungen mehr haben, müssen wir ja nur noch Ausbeutung, Krieg & Krise abschaffen. Das ist von hier ja quasi um die Ecke.
das die so einen schwachsinn abdrucken…. naja evtl leiden die ja unter einer art endstation-rechts syndrom mit dem zwang jeden mist zu publizieren
Angela Marquwart, Anmelderin für Venceremos in Dresden fährt in dem Beitrag haargenau die No Pasaran Argumentation.
Was ist jetzt dein Problem beim Fülberth?
Mein Problem ist, das Fülberth ein Dorftrottel ist, der noch komplett in seiner realsozialistischen Sichtweise auf die Dinge drinn steckt.
Die Mauer hatte zwar eine pädagogische Wirkung auf die Deutschen im Westen aber keinen pädagogischen Zweck. Das war nicht die Absicht die dahinter steckte. Und das ist auch genau sein Problem, er interpretiert alles aus der Perspektive des Westens. Wenn die Grenze dicht gemacht wird, dann natürlich um den Westen zu erziehen.
Wenn die Arbeitskräfte in den Westen fliehen, sieht er nicht etwa, das es wohl Probleme in der Besserungsanstalt DDR geben muss, sondern allein den Nutzen für die Westdeutsche Gesellschaft, nämlich das man sich dort dadurch angeblich die Ausbildung eigener Fachkräfte gespart hätte.
Das in Ostdeutschland ein antizionistischer und nationalistischer Kollektivismus wütete war ihm egal, solange nur durch dieses Gebilde die Bedingungen für die Westlinken, also für ihn, irgendwie verbessert wurden. Wenn er den Brainfuck in der DDR ernsthaft als Sozialismus verteidigt, dann hätte er ruhig dahinziehen können. Ich habe für solche Trottel einfach nicht viel übrig. Wenn einem Staat die Menschen davon laufen, hilft es nicht einfach eine Mauer zu bauen und diese dann auch noch mit einer Gefahr von Außerhalb zu begründen. Im Westen war niemand darauf erpicht in den Osten zu kommen. Und die drei Idioten die es dennoch waren, durften auch.
Und genauso wenig für diese höchst platte Wahrnehmung der Vorgänge vor 20 Jahren. Die Formel, sich aufgrund der Ablehnung der deutschen Nation, für die DDR und für die Mauer positionieren zu müssen, funktioniert nicht.
Eine aufgeklärte Position ist es, die Notwendigkeit der Abschaffung der DDR anzuerkennen aber trotzdem gegen die Wiedervereinigung zu sein, denn das sind immer noch zwei paar Schuhe, auch wenn das hierzulande alles unter dem nationalistischen Schlagworg „Wende“ vermischt und zusammengewürfelt wird.
Wenn Fülberth ernsthaft resümiert:
… dann ist das einfach nur bullcrap.Und die Ereignisse der 90er widerlegen Fülberth sehr deutlich. Die DDR wie auch die BRD des 20. Jahrhunderts waren Gesellschaften der Großdeutschen in Wartestellung. Die seit 1990 schamlos propagierte Umschreibung der Geschichte zeigt eindeutig, dass durch die Mauer leider niemand erzogen wurde.
Der These von der heilsamen Wirkung der Mauer ist durchaus einiges abzugewinnen. Sie und zusätzliche die Blockkonfrontation zwang die BRD tatsächlich sich auf sich selbst zu beziehen. Zwar konnte vor allem die CSU auf die Stimmen der Flüchtlinge und Vertriebenen zählen, indem sie regelmäßig eine Revision der Grenzen beschwor. Als aber im Moment 89/90 der Zug Richtung Wiedervereinigung an Fahrt aufnahm, wurde solche Forderung sofort suspendiert. Es war einfach eine Revision zu fordern, als diese unmöglich war. Aber die Mauer und der Warschauer Pakt forcierten, dass die Westdeutschen in der BRD ankommen.
Kontrafaktisch gedacht: Wäre für den Fall eines Zusammenbruches wesentlich früher z.B. 1953 oder von mir aus auch noch in 60er Jahren die Vereinigung auf der Agenda gestanden, dann wären die Forderung nach einer Revision der Grenzziehung wesentlich lauter gewesen. So aber hatte man Zeit sein Gemüt abzukühlen.
Mit Großdeutschland hat dies aber nichts zu tun. Auch bei einer Korrektur der östlichen Landesgrenzen wäre es immer noch ein Kleindeutschland gewesen.
Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fdeutsche_L%C3%B6sung
Insofern ist die Behauptung von Großdeutschen in Wartestellung, schlicht sachlich falsch, denn es wurde ja nicht der Anschluss Österreichs gefordert. Aber das hatte wir ja schonmal. http://useless.blogsport.de/2009/06/26/alles-vergessen-nichts-gelernt/
So mag es im Geschichtsbuch unter dem Abschnitt „Geschichte des 19. Jahrhunderts“ stehen, der Begriff findet seit mehreren Jahrzehnten allerdings auch noch eine ganz andere Verwendung, als den Bezug auf die „Großdeutsche Lösung“ des angehenden Kaiserreichs. „Großdeutsch“ ist in dem hier verwandten Kontext eine übliche Anspielung auf den deutschen Nationalismus.
Zum Thema „Idioten“ die vom Westen in den Osten wollten: http://www.schernikau.net/
Des weiteren lässt dein inkonsistentes Changieren den Eindruck aufkommen, dass du dir den Kopf darüber zerbrichst wie die DDR hätte verbessert werden müssen(incl. des mehr oder minder unbewussten Zorns darüber, dass die real-existierenden Sozialisten es verbockt haben). Das wäre zwar zunächst nur Vermutung aber es fällt mir keine andere in sich stimmige Deutung ein.
Dein Rumspringen zwischen Redweisen wie
„Die DDR wie auch die BRD des 20. Jahrhunderts waren Gesellschaften der Großdeutschen in Wartestellung.“
und
“ „Sie und zusätzliche die Blockkonfrontation zwang die BRD tatsächlich sich auf sich selbst zu beziehen.“
Und was ist dem nun abzugewinnen? Wo liegt da jetzt das heilsame Moment? “
erschließt sich mir überhaupt nicht. Dazwischen findet sich dann auch noch immer wieder moralische Empörung.
:-S
Das beste wäre es wohl für dich einfach auf Marquadt-Linie einzuschwenken, allerdings dann auch spätestens in 2 Monaten zu No Pasarans Strategie konsequent zu schweigen, denn diese beiden sind hinsichtlich ihrer Argumentationsstruktur identisch.
in der hate stand letztes jahr mal was zu schernikau drin. ich hatte darauf hin seine rede vom schriftsteller kongress in der ddr 1990 gelesen und beschloßen ihn in politischer hinsicht im bezug auf die ddr für dümmlich zu halten und fortan nicht zu mögen.
einer von unendlich vielen brd-linken, denen jeder wahnsinn erhaltenswert erscheint, solange er einfach nur gegen den westen gerichtet ist. seine schon fast zynische großzügigkeit, die probleme der ddr anzuerkennen, verdirbt mir schon wieder den heutigen tag. ich hätte nicht drann denken sollen.
„denen jeder wahnsinn erhaltenswert erscheint, solange er einfach nur gegen den westen gerichtet ist.“
Jetzt macht er den Kunstreich gegen den Kunstreich.
(siehe hier: http://www.amazon.de/Nach-dem-Westen-Tjark-Kunstreich/dp/3935843321)
Warum ziehst du eigentlich nur die adjektivisch nebeneinandergestellten und fortan nicht weiter ausgeführten Argumente „nationalistisch“ und „antizionistisch“ heran, um die DDR zu kritisieren und nicht das fehlen individueller Freiheitrechte? Besonders beim Antizionismus springt das ins Auge. Die fehlenden Freiheiten hätte man ja noch aus einer Anaylse des Nationalismus a la DDR ableiten können. Aber welcher Zusammenhang besteht zwischen der ab einem bestimmten Zeitpunkt durch den Ostblock eingeschlagenen Politik gegenüber Israel und der Berliner Mauer?
Und noch eine Frage. Wollen wir im weiteren verstärkt auf politische Kategorien zurückgreifen und den Bullcrap, die Dümmlichkeit sowie die Trottel und die Idioten außen vor lassen?
Wenn ich diesen Nazidreck von useles hier lese, ruft das wieder in Erinnerung, wie wichtig die Mauer in Hinsicht auf Erziehung, Bildung und Sittlichkeit der gesamten Menschheit gewesen war.
Unter Ulbricht zumindest hätte ein Arschloch wie useless nur schwer produziert werden können.
Die Intellektuellen leben, also materiell, vom gesellschaftlich zur Verfügung stehenden Mehrwert. Weil die BRD produktiver war als die BRD, waren die Intellektuellen und Künstler auf ihrer Seite.
D.h: Mehr Intellektuelle oder Künstler sind von der DDR in die BRD gegangen als andersrum. Wenn man das einmal verstanden hat, untersucht man sie bezüglich dieses Kriteriums und stellt an all ihren Äußerungen und ihrem Habitus fest, dass sie im großen und ganzen einen hässlichen und korrupten Haufen bilden.
D.h: Es ist eine historische Frage wann der Sozialismus besser – produktiver – sein wird als der Kapitalismus. Dann werden wir es gewusst haben und ihr nicht.
die ddr war nationalistisch und es gab auch eine entsprechende politik, zB gegenüber vietnamesischen arbeitern.
allerdings möchte ich hier anmerken, dass der antisemitismus wesentlich weniger verbreitet war als im westen. man hat das auch nach der wende in befragungen herausgefunden, und obwohl durch den fall der mauer nun langsam auch der antisemitismus der ossis ansteigt, zeigen sich in umfragen auch heute immer noch unterschiede. an den antisemitismus der wessis kommen die ossis nach wie vor nicht ran.
besserscheitern, meinst du die eigentumsfreiheit? die meinungsfreiheit, wo jeder nationalist schwachsinn veröffentlichen darf? „individuelle freiheit“ ist zunächst, so gebraucht, ein ideologisches schlagwort. wenn man ernsthaft darüber diskutieren will, sollte man ausführen, was konkret gemeint ist.
das peinlichste am verlinkten beitrag ist, dass die liebe frau eingesteht, nicht mal den versuch gemacht zu haben, die ddr zu ändern, auf dass ein sozialismus herauskäme, der ihr passt. und man behaupte nun nicht, das hätte sie gar nciht gekonnt. die bürger konnten schließlich auch montagsdemonstrieren. auch angela:
nur: was haben sie denn da für parolen geschrieen? für großdeutschland waren sie, statt sich zu überlegen, wie man die ddr verbessern könnte. den sed-lern hat man gekonnt, bereicherung vorgeworfen – diese parasiten! u.v.m. man kennt das heute ja auch.
die freiheit, die sich angela dann ansteckte, ist die freiheit des kapitalismus, der nur in einer nation gedeiht, also per se mit nationalismus verknüpft ist; im konkreten fall: die freiheit des imperialistischen großdeutschlands, das auch in der eu an der spitze zu stehen weiß. angela wurde frei und gleich als menschenmaterial dieses imperialistischen projekts – und hat sich total gefreut. und freut sich immer noch.
natürlich war die ddr näher dran an nem sozialismus als die brd. fehler gab es viele, aber auf die absurde idee, die brd hätte weniger fehler und wäre weniger fatal, also die bessere ausgangsbasis für den kommunistischen kampf, muss man erst mal kommen.
der punkt ist: angela will gegen den nationalismus protestieren; gleichzeitig will sie in das nationalistische geheule rund um den mauerfall einstimmen. um nichts anderes handelt es sich nämlich. daher werden auch nicht viele argumente genannt, außer „frei“. frei sein zum wohle des deutschen projekts – das gefällt natürlich. dass dann pogrome toben, führt man – auf die ddr zurück. als würde die brd keinen rassismus kennen. das geht wahrscheinlich auch auf die ossis zurück:
angela greift auch noch ins dunkelste eck der antikommunistischen mottenkiste, um die „gleichmacherei“ zu beklagen:
„überhaupt ein individuum“ – man führt das natürlich nicht aus. hauptsache ein indivivuum, das ist total viel wert, und v.a. ein hochideologisches schlagwort. aber ok, angela ist nun ein individuum, und nun? was heißt das?
hier haben wir es noch einmal: angeblich wurde die politik von den ossis gezwungen? yugoslawien zu bombardieren? in der eu die führungsrolle einzunehmen? asylgesetze zu verschärfen?
na, hauptsache die brd hat ne weitgehend weiße weste. ausländer totschlagen, antisemitismus, nationalismus – das gab es alles nicht in der brd, na klar. in wahrheit ist die npd in der ddr entstanden, ebenso die rep und die dvu. und die npd hatte in wahrheit vor der wende gar keine wähler!
und die spd oder cdu/csu waren ja nie rassistisch. weil die sind doch für die freiheit und das individuum!
in der brd saßen auch nie altnazis auf professuren und in richtersesseln. in der ddr saßen auch nie auschschwitzüberlebende in ministerien.
was die dumme kuh nicht checkt, ist dass die großmachtträume seit 1949 bestehen – die brd hat immer anspruch erhoben auf das original deutsche menschenmaterial der ddr. die brd war wieder bereit zum antikommunistischen imperialismus, da zahlte die ddr noch reparationszahlungen an die sowjetunion wegen des deutschen vernichtungskrieges. spätestens ab mitte der 60er hatte das saubere deutschland, wo man individuum sein darf, atomsprengköpfe. ja, für was denn?!
und glaubt die frau wirklich, vor 1990 hätte jeder der lust hatte, in die brd kommen können? erst nach der wende wären „nützlichkeitskriterien“ eingeführt worden? wo lebt die frau?! was ist denn mit den türkischen „gastarbeitern“ (was denkt angela, wieso diese menschen so genannt wurden? – weil sie nach dem nützlichen schuften für deutschland wieder weg sollten!), die als individuen in containern untergebracht wurden, damit sie sich nützlich machen für deutschland, aber ja nicht zu viel kosten?!
@
Ja, ich meine die „ideologischen“ bürgerlichen Freiheiten, die den Nationalstaat auszeichnen und die in der BRD anders beschaffen waren als in der DDR. Das war mein Punkt. Wie es bei den GSPern so schön heißt: Wenn Useless die DDR kritisieren will und dabei die Marquardt Linie gut findet (siehe Überschrift), soll er dabei ansetzen, dass man es in der BRD mit einem größeren Käfig und längeren Ketten zu tun hat.
P.S.: Ich weiß natürlich, dass Gspler eine solche Vorgehensweise niemals „Kritik“ nennen würden. Die wird – klarer Fall – nur im Grauen Heft aus München und auf wenigen Blogs geliefert.
Sicher gab es in der BRD mehr „bürgerliche Freiheiten“ in der DDR.
Dennoch liefert die BRD bis heute tausende Gründe alles vollzukotzen. Woher sollen verstaubte Stalinisten wie Ulbricht oder Honnecker überhaupt ein Freiheitsverständnis haben, das dem unseren entsprechen könnte.
Und das mit der erzieherischen Wirkung der Mauer versteh ich auch nicht. Ich glaub in der BRD wurde ziemlich konsequent antikommunistische Realpolitik betrieben, und auch wenn die DDR schon 1951 verkackt gehabt hätte, wären die Stimmen, die etwa Schlesien oder das Sudentenland zurückforden wollten, nicht sehr laut geworden. Das hätte sich die westdeutsche Politik gar nicht erlauben können. Damit ist diese Äußerung sachlich schlichtweg falsch.
„Mit Großdeutschland hat dies aber nichts zu tun. Auch bei einer Korrektur der östlichen Landesgrenzen wäre es immer noch ein Kleindeutschland gewesen.“ -> das ist krank.
„Kontrafaktisch gedacht: Wäre für den Fall eines Zusammenbruches wesentlich früher z.B. 1953 oder von mir aus auch noch in 60er Jahren die Vereinigung auf der Agenda gestanden, dann wären die Forderung nach einer Revision der Grenzziehung wesentlich lauter gewesen. So aber hatte man Zeit sein Gemüt abzukühlen.“
-> Deshalb lasst uns die Mauer feiern…irgendwie kann auch alles irgendwie begründet werden aber irgendwie wird manchmal auch nur gelabert.
Höhö Hauptsache feiern, Alta!
:(
@gassenhauer
Das verstehe ich wiederum nicht so ganz. Kannst du das noch einmal ein wenig ausführlicher darlegen?
besserscheitern, kannst du mir mal erklären, was das mit mir zu tun hat?
und was ist nochmal das tolle an individuellen freiheitsrechten? du sagst ja selber, du meinst auch das recht auf privateigentum. – aber war die ddr nicht der versuch, das abzuschaffen? wieso sollte man dann zB privateigentum einfordern?
wenn’s zB um meinungsfreiheit geht: ich habe schon darauf verwiesen, dass angela sogar auf demonstrationen war. dort wurde halt das falsche gefordert. aber offensichtlich konnte man demonstrieren, wenn man das wirklich wollte. zuvor haben sich die leute halt untergeordnet. auch das ein fehler. und?
„ich habe schon darauf verwiesen, dass angela sogar auf demonstrationen war. dort wurde halt das falsche gefordert. aber offensichtlich konnte man demonstrieren, wenn man das wirklich wollte.“
die tianamen-option lag aber immer auf dem tisch. mal ganz abgesehen von den dissidenten, die nicht studieren durften wg falscher politischer meinung, oder gar im knast saßen
Es war in der DDR nicht möglich zu demonstrieren. Erst im Rahmen der Perestroika griff eine allgemeine Verunsicherung im Polizei- und Parteiapparat um sich, die Demonstrationen unter den bekannten (und im Vergleich zur BRD unglaublich großen) Schwierigkeiten ermöglichte. Wäre die DDR zu diesem Zeitpunkt noch in Takt gewesen, hätte es keine Möglichkeit zur Demonstration gegeben.
Und heutzutage ist es wenigstens möglich über den Kommunismus zu diskutieren, diese Möglichkeit zu einer Debatte, ist der entscheidende Vorteil, den diese Gesellschaft bietet. Hier darf man ja wenigstens Hefte wie den Gegenstandpunkt herausbringen. Das ist eine Freiheit die ich wesentlich wichtiger finde als amerikanische Popkultur… aber im Zweifel sind mir das A-Team und Knight Rider auch lieber als Alfons Zitterbacke, Fix & Fax und anderer fader Scheiss. Die ganze Zeit zu behaupten es wäre in der DDR besser gewesen, lässt sich jetzt wo man so oder so in der BRD lebt, leicht sagen.
Die Entscheidung gegen die DDR muss ja auch nicht automatisch eine für die BRD sein. Ich finde diese vehemente Verteidigung von so einem Freak-Staat nur so nachvollziehbar wie Georg Fülberths Argumente.
„Erst im Rahmen der Perestroika griff eine allgemeine Verunsicherung im Polizei- und Parteiapparat um sich, die Demonstrationen unter den bekannten (und im Vergleich zur BRD unglaublich großen) Schwierigkeiten ermöglichte.“
Du warst anscheinend in der tollen BRD noch nie auf einer halbwegs staatskritischen Demo. Wenn man sich die Videos von den DDR-Demos anschaut, kann man echt ins Schwärmen kommen: keine vermummten Robocops, keine Bullenspaliere, keine Wasserwerfer, kein Gas-Nebel, keine Hubschrauber, keine 1:1 Betreuung durch zehntausende Cops. Ähnliche Verhältnisse in der BRD, und der Laden wär schon lange dicht.
Moderation: Dies ist der letzte Troll-Kommentar den ich noch durchgehen lasse. Und zur Antwort: nein ich habe keinerlei Erfahrungen mit diesem Staat gemacht, schliesslich lebe ich auch in einem kleinen Dorf ohne Polizeistation. Dein Problem ist, wie du sehr gut selbst beschreibst, dass sich deine Beschäftigung mit der DDR in dümmlichen Videos aus dem MDR-Mittagsfernsehen erschöpft.
@ L
Ich weiß wieviel Zeit du mit GSPern im Inet verbringst, und immerhin sprichst du in deinem zweiten Beitrag auch wieder astrein diesen Jargon. Ich weiß allerdings auch dass du nicht mit allem d‘accord gehst, was die so schreiben. Mein Beitrag war ironisch gemeint und nicht als Diss gegen dich, dass es so etwas noch gibt, scheint mir bei GSP Debatten meist in Vergessenheit geraten zu sein. Ganz Explizit:
!!!
„Wo liegt da jetzt das heilsame Moment?“
Darin das Typen wie Du sich an ein System anpassen und anbiedern mussten dass wesentlich vernünftiger war, als das jetzige. Was dabei herauskommt, wenn Du das heute tust kann man ja nachlesen. Zum kotzen.